Page tree


You are viewing an old version of this page. View the current version.

Compare with Current View Page History

« Previous Version 31 Next »

Im Folgenden finden Sie vorbereitende Informationen zu Ihrem beN-Postfach in Form von FAQs.


 Wie erreiche ich den beN-Support?

Den beN-Support erreichen Sie unter beN@bnotk.de

 Wer benötigt ein beN-Postfach?

Gemäß § 78n BNotO richtet die Bundesnotarkammer zum 1. Januar 2018 für jeden Notar und Notariatsverwalter ein besonderes elektronisches Notarpostfach (beN) ein.
Maßgeblich für die Einrichtung eines beN ist die im Notarverzeichnis eingetragene Amtstätigkeit. Bei gleichzeitiger Ausübung mehrere Amtstätigkeiten, beispielsweise wenn ein Notar neben seiner eigenen Amtstätigkeit zum Notariatsverwalter für einen anderen, aus dem Amt ausgeschiedenen Notar, bestellt wird, wird je Amtstätigkeit ein besonderes elektronisches Notarpostfach vergeben.

 Was muss ich bei mehreren aktiven Amtstätigkeiten beachten?

beN-Postfächer werden gemäß § 78n BNotO für die jeweilige Amtstätigkeit seperat bereitgestellt. Sofern Sie demnach mit weiteren Amtstätigkeiten am elektronischen Rechtsverkehr teilnehmen, werden hierfür eigene beN-Postfächer eingerichtet und geführt. Daher wählen Sie nach der Anmeldung an der beN-Anwendung zunächst die Amtstätigkeit aus, für die Sie tätig werden möchten.

 Was muss ich als Anwaltsnotar beachten?

Durch das Ablösen der EGVP-Postfächer müssen Anwaltsnotare ab dem 1. Januar 2018 sowohl beN als auch beA nutzen. Daher ist es notwendig auch das von der Bundesrechtsanwaltskammer zur Verfügung gestellte beA-Postfach zu verwenden. Ihr bestehendes EGVP-Postfach wird von beN abgelöst und ist der notariellen Kommunikation vorbehalten. Weitere Informationen zum beA-Postfach erhalten Sie unter http://bea.brak.de/

 Was muss ich als Notariatsabwickler beachten?

Notariatsabwickler werden nach den Absprachen mit der Landesjustizverwaltung Baden-Württemberg sowie der Notarkammer Baden-Württemberg kein separates beN für ihre Amtstätigkeit erhalten. Notariatsabwickler, die zugleich Notare sind, können für die (aktive) Kommunikation das beN nutzen, welches sie für die Amtstätigkeit als Notar besitzen.

 Was muss ich als Nutzer des "Governikus Communicator Justiz Edition" beachten?
Zum Versand und Erhalt von beN-Nachrichten müssen Sie eine beN-fähige Anwendung, wie beispielsweise XNotar verwenden. Die Verwendung des Governikus Communicators zum Zugriff auf Ihr beN-Postfach ist nicht möglich.
Zur Integration Ihres beN-Postfachs in eine beN-fähgige Notariatssoftware befoglen Sie bitte die Schritte zur Einbindung in XNotar.
 Was muss ich als Nutzer von "RA-MICRO" beachten?
RA-MICRO liefert die Einbindung für das beN mit der Version 2019 aus. Es wird seitens RA-MICRO eine ausdrückliche Freigabe für die Aktivierung des beN geben. Bitte nehmen Sie bis zur Auslieferung der RA-MICRO Schnittstelle und der ausdrücklichen Freigabe die Aktivierung des beN nicht vor.
 Kann ich mein EGVP-Postfach weiter nutzen?

Nein, die EGVP-Postfächer werden von beN abgelöst.

 Woher bekomme ich die beN-Anwendung?

Sie können die beN-Anwendung im Webshop der NotarNet GmbH herunterladen: https://shop.notarnet.de/

 Welche Systemanforderungen stellt die beN-Anwendung?
CPU1 GHz oder schneller, 64-Bit (x64)-Prozessor, Dual-Core oder besser
RAMca. 4 GB
Freier Festplattenplatzca. 1 GB
BetriebssystemWindows Versionen 7 und höher, 64-Bit Editionen
 Welche Informationen und Dateien müssen mir für die Aktivierung des beN-Postfachs vorliegen?
  • PIN für Authentifizierungszertifikat (Signaturkarte) (ggf. ist die PIN dieselbe, die Sie für die qeS verwenden, anderenfalls schauen Sie bitte in Ihre Unterlagen bzw. haben diese aktuell durch den Kartentausch verfügbar)
  • Sofern Sie Ihr beN-Postfach im Stammdatenverzeichnis der BNotK eingerichtet haben (siehe Schreiben vom 19. Februar 2018):
    • Postfachzertifikats-ZIP-Datei (diese liegt ggf. in Ihrem Downloadordner bzw. Desktop)
    • PIN für das Postfachzertifikat
 Welche Signaturkarte wird für die Aktivierung des Postfachs benötigt?

Sie verwenden Ihre Signaturkarte mit Notarattribut. Es wird keine weitere oder neue Karte benötigt.

Falls Sie eine Signaturkarte nutzen, die nicht von der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer ausgegeben wurde, wenden Sie sich bitte an den Support, damit das entsprechende Authentifizierungszertifikat zu Ihrer Amtstätigkeit zugeordnet wird.

 Was sind die ersten Schritte nach der Installation der beN-Anwendung?

Nach erfolgreicher Installation richten Sie Ihr beN-Postfach für sich  (Anleitung "Einrichtung des beN-Postfachs") und Ihre Mitarbeiter ein (Anleitung "Nutzung auf mehreren Arbeitsplätzen"). Anschließend kann das Postfach in XNotar oder eine Notariatssoftware integriert werden (Anleitung "Einbindung in Notariatssoftware").

 Ändert sich meine Postfachadresse/ Postfach ID durch die Aktivierung des beN?

Für Notare bzw. Notariatsverwalter, die bereits ein Postfach in der Domäne der Bundesnotarkammer besitzen, ändert sich die ID des Postfaches (DE.BEN_PROD.abc…) mit der Aktivierung von beN nicht.

 Wie verwende ich beN im notariellen Alltag?

Das beN ist in XNotar 3 ebenso integriert, wie es die EGVP-Postfächer waren. Der Umgang mit den neuen beN-Postfächern wird in XNotar 3 für Sie wie gewohnt möglich sein. Dafür ist es jedoch notwendig, ein Update für XNotar zu installieren.

Zum Hintergrund der Einführung von beN: Das beN ist der Nachfolger des bislang für die elektronische Kommunikation mit Gerichten genutzten EGVP-Postfachs und stellt einen „sicheren Übermittlungsweg“ für das Einreichen elektronischer Dokumente bei Gerichten dar (§ 130a Absatz 4 Nr. 2 ZPO in der ab 1. Januar 2018 geltenden Fassung). Das beN kann in bestimmten Fällen zum schriftformersetzenden Versand von Dokumenten verwendet werden, ohne dass es dabei einer qualifizierten elektronischen Signatur des Notars bedarf. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Notar persönlich mit seiner Signaturkarte am Postfach anmeldet und die Nachricht selbst versendet. In den gängigen notariellen Verfahren, insbesondere in Handelsregister- und Grundbuchsachen, ändert sich aber nichts: Es bleibt wie bisher dabei, dass Dokumente elektronisch in öffentlich beglaubigter Form eingereicht werden müssen, also mit qualifizierter elektronische Signatur des Notars.

Ferner können Gerichte zukünftig Notaren über das beN Dokumente gegen elektronisches Empfangsbekenntnis zustellen (§ 174 Abs. 4 ZPO in der ab 1. Januar 2018 geltenden Fassung). Die beN-Anwendung enthält eine Funktion zur Rücksendung des Empfangsbekenntnisses in strukturierter maschinenlesbarer Form. In absehbarer Zukunft ist aber noch nicht damit zu rechnen, dass die Gerichte in notariellen Verfahren elektronische Empfangsbekenntnisse anfordern werden.

Beachten Sie bitte, dass sowohl die Nutzung des sicheren Übermittlungsweges als auch die Ausstellung von elektronischen Empfangsbekentnissen nicht aus XNotar 3.8 heraus möglich ist, sondern lediglich aus bzw. mit der beN-Anwendung.

Für die Nutzung von beN in einer anderen Notariatssoftware als XNotar wenden Sie sich bitte an den Hersteller.

 Kann ich das beN in meine Notariatssoftware integrieren?

Ja, beN kann grundsätzlich in Notariatssoftware integriert werden. Wenden Sie sich bitte an den Hersteller, um Informationen zum Stand der Unterstützung und ggf. eine Anleitung zur Integration zu erhalten.

 Kann beN in einer Terminalserverumgebung betrieben werden?

Derzeit ist es nicht möglich, die beN-Anwendung und somit die Aktivierung des beN-Postfaches auf Systemen, die einen Terminalserver nutzen, durchzuführen. Derzeit empfehlen wir in diesen Umgebungen die Installation von XNotar 3.8 und der beN-Anwendung nicht. Wir arbeiten an Lösungsmöglichkeiten und werden dann auf dieser Seite über Änderungen informieren.

 Was muss ich beim Betrieb der beN-Anwendung bzgl. Viren- bzw. Schadsoftwarescannern beachten?

Erfahrungsgemäß kann nicht ausgeschlossen werden, dass Viren- bzw. Schadsoftwarescanner die beN-Anwendung oder Teile davon fälschlicherweise als Schadsoftware erkennen. Oftmals handelt es sich hierbei um so genannte False-Positives, also Fehlmeldungen. Entsprechende Meldungen beziehen sich in der Regel auf folgende Programmbestandteile:

  1. Setup Datei, bspw. beN-1.1.0-setup-win64.exe (i.d.R. im Downloadverzeichnis Ihres Browsers)
  2. Programmdatei ben.exe im Installationsverzeichnis (i.d.R. C:\Programme\beN)
  3. Programmbestandteile im Arbeitsverzeichnis (so genanntes LSP-Verzeichnis) des jeweiligen Benutzers (bspw. c:\Benutzer\Ben.Mustermann\.lsp), das beim ersten Programmstart von beN angelegt wird.

Bei Zweifeln sollten Sie sich an Ihren Systembetreuer oder den beN-Support der BNotK wenden. Die oben genannten Bestandteile können dann sofern notwendig als Ausnahmen in ihrem Virenscanner hinterlegt werden.

Bitte beachten Sie weiterhin, dass Virenscanner existieren, welche Arbeitsdateien in den gescannten Verzeichnissen ablegen. Dies kann im Falle des oben unter (3) genannten Arbeitsverzeichnisses zu Problemen führen, da die beN-Anwendung die Integrität der dort hinterlegten Anwendungsteile verifiziert und Abweichungen bzw. Verletzungen der Integrität (hier auch durch eine hinzugefügte Datei) Fehlerzustände in der beN-Anwendung hervorrufen können.

 Können meine Mitarbeiter beN nutzen?

Ja, Sie können Ihre Mitarbeiter für beN berechtigen und das beN-Postfach auch auf den Arbeitsplätzen Ihrer Mitarbeiter einrichten. Eine ausführliche Erklärung finden Sie hier unter Nutzung eines Postfachs auf mehreren Arbeitsplätzen.

 Was ist das besondere elektronische Behördenpostfach - beBPO?

Das besondere elektronische Behördenpostfach (beBPO) wird ebenfalls zum 1. Januar 2018 eingeführt, ist aber unabhängig vom besonderen elektronischen Notarpostfach (beN) oder vom besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA).

Weitergehende Informationen zum beBPO finden sich auf dem Web-Link www.egvp.de sowie http://www.egvp.de/behoerdenpostfach/index.php . Auf diesen Seiten wird auch der Download der beBPo-VHN-Zertifikate über eine Web-Anwendung der Justiz erfolgen, sobald diese Anwendung bereitsteht.

Für Fragen betreffend der Einrichtung Ihres beBPos können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: technischersupport@safe-justiz.de.