15.12.2021

Kartenmanagement

Im Bereich des Kartenmanagements haben Sie ab Erhalt der Signaturkarte oder Chipkarte, sowie des dazugehörigen PIN-Briefs die Möglichkeit die Karten in Betrieb zu nehmen.

In diesem Artikel erhalten Sie nachstehend weiterführende Informationen zu den jeweiligen Kartentypen und die Verfahrensweise bei der Inbetriebnahme.

    Signaturkarte Überblick

    Die von der Bundesnotarkammer ausgegebenen Signaturkarten erfüllen die besonderen Anforderungen an die Erstellung notarieller elektronischer Urkunden (§ 39a BeurkG und § 33 BNotO). Sie werden nur ausgegeben, nachdem die Identität des Antragstellers durch Unterschriftsbeglaubigung oder andere Identifizierungsverfahren bestätigt wurde. Die Eigenschaft als Berufsträger (insbesondere Notar, Rechtsanwalt oder die Zugehörigkeit zu einem Gericht oder einer Behörde) kann in das Signaturzertifikat aufgenommen werden, wenn sie durch die zuständige Stelle bestätigt wird. Bei Notaren und Rechtsanwälten ist dies die jeweilige Kammer, bei Justizangehörigen das Gericht, bei dem sie tätig sind.

    Auf der Signaturkarte sind drei Schlüsselpaare (jeweils ein "privater" und ein "öffentlicher" Schlüssel) mit folgenden Zertifikaten gespeichert:

    • Das Signaturzertifikat ermöglicht die Signatur elektronischer Dokumente als Äquivalent der eigenhändigen Unterschrift, beispielsweise im Rahmen des elektronischen Handelsregisterverkehrs oder des elektronischen Mahnverfahrens. Soweit das Signaturzertifikat ein Notarattribut beinhaltet, wird durch die qualifizierte elektronische Signatur auch die Beidrückung des Amtssiegels ersetzt.
       
    • Das Authentifizierungszertifikat identifiziert den Karteninhaber bei der Nutzung geschützter elektronischer Dienste.
       
    • Das integrierte Verschlüsselungszertifikat erlaubt die Ver- und Entschlüsselung elektronischer Daten und damit auch deren geschützte Übermittlung.
       
    • Da die qualifizierte elektronische Signatur die Unterschrift ersetzt, darf die Signaturkarte nur vom jeweiligen Inhaber persönlich verwendet werden. Das Prinzip der höchstpersönlichen Verwendung gilt wegen der hiermit verbundenen Rechtsfolgen insbesondere für den Notar. Der Notar darf die Signaturkarte nebst PIN daher nicht Dritten zur Verwendung überlassen. Zudem ist die Karte so aufzubewahren, dass sie vor Missbrauch geschützt wird.

    Bestellen Sie hier Ihre Signaturkarte bei der Zertifizierungsstelle.

    Signaturkarte initial aktivieren

    Nach Bestellung der Signaturkarte wird Ihnen ab Versand eine Email zugestellt. Sobald Ihnen die Signaturkarte vorliegt, bestätigen Sie den Erhalt Ihrer Signaturkarte über den Link in dieser Email durch Eingabe der auf der Karte abgedruckten Kartennummer.

    Im Anschluss geht Ihnen per Post der PIN-Brief zu. Bewahren Sie diesen Brief gut auf, er enthält die PIN und PUK. Für die Initialisierung der Signaturkarte nehmen Sie bitte die PIN zur Hand und gehen Sie wie folgt vor:

    Konnten die Zertifikatsinformationen nicht eingelesen werden, lesen Sie bitte weiter unter Zertifikate konnten nicht eingelesen werden.

    Anmelden am Client mit Nutzername und Passwort

    • Melden Sie sich mit Nutzername und Passwort am Client an.

    Zertifikatsinformationen einlesen

    • Stellen Sie sicher, dass die RFID-Funktion an Ihrem Kartenlesegerät ausgeschaltet ist.
    • Schließen Sie den Kartenleser an und stecken Sie die Signaturkarte ein.
    • Die Zertifikatsinformationen der gesteckten Karte werden jetzt eingelesen.
    • Wählen Sie in der Navigationsleiste am linken Rand den Menüpunkt Kartenverwaltung .
    • Klicken Sie in der Aktionsleiste auf der rechten Bildschirmseite die Vorauswahl Kartenmanagement an.
    • Ihnen werden die auf der Chipkarte verfügbaren Zertifikate unter Angabe grundlegender Karten- und Zertifikatsinformationen angezeigt.

    PIN ändern

    Über das Modul der Kartenverwaltung ist auch die Änderung der PIN der Signaturkarte möglich.
    Gehen Sie hierfür bitte wie folgt vor:

    • Stecken Sie die Signaturkarte in Ihr Kartenlesegerät.
    • Wählen Sie innerhalb des Moduls Kartenverwaltung im Bereich Kartenmanagement über das Zahnradsymbol die Option PIN ändern aus.
    • Geben Sie die PIN aus dem per Post erhaltenen PIN-Brief ein und vergeben Sie eine neue und nur Ihnen bekannte PIN.

    Zertifikate konnten nicht eingelesen werden

    • Kann die Kartenverwaltung keine Signaturkarte erkennen, erhalten Sie den Hinweis "Es konnte kein Zertifikat eingelesen werden". Gehen Sie nun wie folgt vor:
    • Stellen Sie sicher, dass die RFID-Funktion Ihres Kartenlesegerätes ausgeschaltet ist.
    • Überprüfen Sie die Verbindung, schließen Sie gegebenenfalls das Kartenlesegerät neu an und stecken Sie die Signaturkarte erneut ein.
    • Betätigen Sie die Schaltfläche Karte(n) und Lesegerät(e) neu einlesen.
    • Mit erfolgtem Auslesen der Signaturkarte werden nun Ihre Zertifikate unter Angabe grundlegender Karten- und Zertifikatsinformationen angezeigt.

    Chipkarte (neu) Überblick

    Als Nachfolger der Signaturkarte ist die neue Chipkarte (Authentisierungskarte) Bestandteil des Signatur-Paketes und dient in erster Linie der Authentifizierung des Zertifikatsinhabers bei der Erstellung und Anbringung von qualifizierten Signaturen. Jedes der von der Bundesnotarkammer angebotenen Signatur-Pakete beinhaltet mindestens eine Authentisierungskarte. Neben der Funktionalität des Signierens (beim Vorhandensein einer Fernsignatur) kann darüber hinaus die Anmeldung an Fachanwendungen, z.B. das Urkundenarchiv oder das beA, vorgenommen werden.

    Mit der Authentisierungskarte können sämtliche mit Ihrer Identität verknüpften Fernsignaturen, entsprechend des gewünschten Einsatzbereiches, ausgelöst werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Fernsignatur im Rahmen einer Paketbestellung oder nachträglich beantragt wurde (z.B. für Notarvertretungen). Der deutliche Vorteil liegt in der Handhabung. Grundsätzlich werden nur noch eine gültige Authentisierungskarte und eine PIN benötigt. Dies gilt sowohl für die Anmeldung an Fachanwendungen als auch für das qualifizierte Signieren von Dokumenten. Die Nutzung einer Fernsignatur ist ausschließlich mit einer Authentisierungskarte möglich. Eine Zusatzkarte besitzt ebenso den vollen Funktionsumfang wie die Karten eines Signatur-Paketes.

    Im Gegensatz zur bisherigen Signaturkarte befindet sich das qualifizierte Zertifikat nicht mehr direkt auf der Karte, sondern verbleibt in der Sicherheitsinfrastruktur des Rechenzentrums der Bundesnotarkammer.

    Es werden auf dieser nur noch 2 Schlüsselpaare (jeweils ein "privater" und ein "öffentlicher" Schlüssel) mit folgenden Zertifikaten gespeichert:

    • Das Authentifizierungszertifikat identifiziert den Karteninhaber bei der Nutzung geschützter elektronischer Dienste.
    • Das Verschlüsselungszertifikat erlaubt die Ver- und Entschlüsselung elektronischer Daten und damit auch deren geschützte Übermittlung.

    Auf diese Weise ist es möglich mit nur einer Karte die verschiedenen Einsatzbereiche abzudecken, sondern auch die Sicherheit zu haben, dass die qualifizierte Signatur nicht in falsche Hände gelangen kann.

    Als Notare, Notariatsverwalter und Notarvertreter bestellen Sie hier Ihre neue Chipkarte bei der Zertifizierungsstelle. (N-Karte und M-Karte)
    Als Mitarbeitende der Kammern und Urkundenarchiv-Behörde bestellen Sie hier Ihre neue Chipkarte bei der Zertifizierungsstelle. (qeS-Karte und Fernsignatur)

    Chipkarte (neu) initial aktivieren

    Diese Funktion in der Kartenverwaltung benutzen Sie bitte erst nach gesonderter Aufforderung durch die Bundesnotarkammer. Diese wird über die Notarkammern erfolgen, sobald alle Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der N-Karten vorliegen. Die Initialisierung der N-Karten und die Personalisierung der M-Karten ist für die Arbeit mit der elektronischen Urkundensammlung ab dem 1. Juli 2022 erforderlich.

    Mit der Bestellung der Chipkarte wird Ihnen ab Versand eine Email zugestellt. Sobald Ihnen die Chipkarte vorliegt, bestätigen Sie den Erhalt Ihrer Chipkarte über den Link in dieser Email durch Eingabe der auf der KArte aufgedruckten Kartennummer.

    Im Anschluss geht Ihnen per Post der PIN-Brief zu. Bewahren Sie diesen gut auf, er enthält die PIN und PUK. Für die Initialisierung der Chipkarte nehmen Sie bitte die PIN zur Hand und gehen Sie wie folgt vor:

    Konnten die Zertifikatsinformationen nicht eingelesen werden, lesen Sie bitte weiter unter Zertifikate konnten nicht eingelesen werden.

    Zertifikatsinformationen einlesen

    • Stecken Sie die zu initialisierende Karte in Ihr Kartenlesegerät und stellen Sie zuvor sicher, dass die RFID-Funktion Ihres Kartenlesegerätes ausgeschaltet ist.
    • Melden Sie sich am XNP-Client via Anmeldung mit Signaturkarte an.
    • Öffnen Sie die Kartenverwaltung.
    • Der Bereich Kartenmanagement öffnet sich. Die Informationen Ihrer Chipkarte werden angezeigt.

    Aus der Kartenmanagementansicht heraus haben Sie folgende Möglichkeiten:

    • Über Klick auf den Downloadpfeil das Zertifikat herunter zu laden,
    • Mit Klick auf das Augen Symbol alle auf der Karte hinterlegten Zertifikate anzeigen zu lassen,
    • Über das Zahnradsymbol die PIN zu ändern.

    PIN ändern

    Über das Modul der Kartenverwaltung ist auch die Änderung der PIN der Chipkarte (neu) möglich.
    Gehen Sie hierfür bitte wie folgt vor:

    • Stecken Sie die Signaturkarte in Ihr Kartenlesegerät.
    • Wählen Sie über das Zahnradsymbol die Option PIN ändern aus.
    • Halten Sie die PIN des per Post zugestellten PIN-Briefs bereit und bestätigen Sie mit Änderungen beginnen.
    • Folgen Sie der Aufforderung Ihres Kartenlesers.
    •  Sie werden zur Eingabe Ihrer PIN aufgefordert. Danach geben Sie Ihre neue PIN zweimal ein.
    • Sie erhalten vom Kartenmanagement eine Rückmeldung über das Ergebnis der Freischaltung.

    Fehlbedienungszähler zurücksetzen

    • Bei dreimaliger Falscheingabe Ihrer PIN, wird der Fehlbedienungszähler hochgesetzt.
    • Nutzen Sie Ihre PUK, um den Fehlbedienungszähler wieder auf 0 zurückzusetzen und gehen Sie wie folgt vor:
    • Gehen Sie auf das Zahnradsymbol und wählen Sie Fehlbedienungszähler zurücksetzen aus.
    • Halten Sie die per Post zugegangene PIN des PIN-Briefs bereit und bestätigen Sie mit Zurücksetzen.
    • Folgen Sie der Aufforderung Ihres Kartenlesegeräts.
    • Zur Bestätigung des Vorgangs folgen Sie den Anweisungen auf Ihrem Kartenleser bezüglich der PUK Eingabe. Die PUK entnehmen Sie Ihrem per Post zugegangenen PIN-Brief.
    • Sie erhalten vom Kartenmanagement eine Rückmeldung zum Status des Zurücksetzen Vorgangs.

    Zertifikate konnten nicht eingelesen werden

    • Kann die Kartenverwaltung keinen Chip erkennen, erhalten Sie den Hinweis "Es konnte kein Zertifikat eingelesen werden". Gehen Sie nun wie folgt vor:
    • Überprüfen Sie die Verbindung, schließen Sie gegebenenfalls das Kartenlesegerät neu an und stecken Sie die Chipkarte erneut ein.
    • Betätigen Sie die Schaltfläche Karte(n) und Lesegerät(e) neu einlesen.
    • Mit erfolgtem Auslesen der Chipkarte werden nun Ihre Zertifikate unter Angabe grundlegender Karten- und Zertifikatsinformationen angezeigt.